Sonderausstellungen: Stadt Roth

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Dummy
Dummy

Hauptbereich

Sonderausstellungen

Donnerwetter - Klima schreibt Geschichte

""

19. Mai bis 29. November 2020

Einmal Held und Klimaforscher sein – in der neuen Mitmach-Ausstellung im Museum Schloss Ratibor ist das allein oder im Team möglich. Familien, Kindergruppen und Schulklassen erleben mit allen Sinnen, wie Klima und Wetter den Lauf der Geschichte veränderten und heute unser Leben beeinflussen: Woher kennen wir das Klima des Eiszeitalters? Was war im „Jahr ohne Sommer“ passiert und wie versuchte man früher das Wetter vorherzusagen?

Beim Besuch im verwunschenen Tempel begegnet ihr den Wettergöttern Thor und Zeus. Ihr erfahrt Wissenswertes über verschiedene „Wettermesser“ vom Wetterfrosch bis zum Thermometer. Und ihr entdeckt, welche großen historischen Ereignisse durch das Wetter beeinflusst wurden, auch und gerade in Roth. Wagt ihr sogar einen Blick in eure eigene Klima-Zukunft? Als Mitwirkende in einem aufregenden Spiel im Begleitheftrund ums Klima und Wettergeschehen löst ihr gemeinsam jede Aufgabe durch eigenes Ausprobieren, Rätseln und Entdecken. Wählt eine von drei Geschichten und euer persönliches Abenteuer startet: Der Siebenschläfer erwartet euch schon! Oder rettet ihr lieber Roth vor einem drohenden Hochwasser? Dabei erkundet ihr begehbare Szenerien und faszinierende Originalobjekte.

Ein besonderes Museumserlebnis für Kinder ab 7 Jahren, Eltern, Großeltern und alle, die mehr über Klima und Wetter erfahren möchten.

 

  

Der "NSU"- Komplex

""

14. Juli bis 2. August 2020

Ab dem 14. Juli zeigt das Museum Schloss Ratibor als Teil der Inititative „Roth ist bunt“ in den Ratsstuben eine Ausstellung zu den Verbrechen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

180 Todesopfer rechtsextremistischer und -terroristischer Täter hat die Amadeu-Stiftung zwischen 1990 und  2015 in der Bundesrepublik Deutschland gezählt. Nicht enthalten sind in dieser Aufzählung der am 2. Juni 2019 ermordete hessische Regierungspräsident und CDU-Politikers Walter Lübcke (sowie die beiden, beim Anschlag in Halle getöteten BürgerInnen).

Auch wenn die dem „NSU“ zugeschriebenen zehn Morde „nur“ ein kleiner – wenn auch erschreckender und brutaler – Teil rechtsterroristischer Taten sind, stehen sie beispielhaft für das Wirken nationalsozialistischer und rechtsterroristischer Täter in der Bundesrepublik seit 1945. Die Ausstellung »der „NSU“-Komplex« der Diskurswerkstatt e. V. analysiert deshalb nicht nur den Werdegang und die Taten der Aktivisten um den so genannten NSU, sondern versucht zu zeigen, dass die Hauptakteure Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe Teil eines großen, über Jahrzehnte existierenden, rechtsextremistischen Netzwerks waren. Eines Netzwerks, das eingebettet in die politischen und sozialen Strukturen der Bundesrepublik (und der DDR) versucht, mit Morden ihre politische „Botschaft“ zu demonstrieren: „Sie bestimmen damit, wer hier leben darf und wer nicht“, wie es Barbara John, die Ombudsfrau für die Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“, ausdrückte. In den Blick der Ausstellung rücken auch die politischen und gesellschaftlichen Strukturen (Mangelnde Integration der 2. und 3. Generation der Arbeitsmigranten aus der Türkei und Europa sowie die sozialen und politischen Verwerfungen der Vereinigung Deutschlands). Die Ausstellung widmet sich darüber hinaus der Polizeiarbeit und dem (skandalösen) Umgang mit den Opfern des „NSU“ durch die Behörden. Zur Sprache kommt auch die Rolle der Verfassungsschutzämter im „NSU“-Komplexes, deren Versagen sich gerade im Fall des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke erst vor kurzem zeigte.

Ausstellung in den Ratsstuben. 14. Juli bis 2. August, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Freitag 17.7. ab 13 Uhr

 

 

 

Kirchweih im Schloss

""

7. bis 30. August 2020

Wer der Rother Kirchweih nachtrauert, kann sich ab dem Kirchweihauftakt (7. August) im Museum Schloss Ratibor trösten.

In einer kleinen Ausstellung erinnert das Museum an die höchsten Rother Feiertage, die dieses Jahr den bekannten Umständen zum Opfer fallen.

Gezeigt werden historische Kirchweihplakate, Dokumente und Fotografien zur Geschichte des Volksfestes. Das ehemals kirchliche Weihefest, das in Roth 1531 erstmals urkundlich erwähnt ist, aber sicher viel älter ist, hat sich im 19. Jahrhundert zu einem großen Volksfest entwickelt. Es gab Luftschiff-Auffahrten mit „Fallschirmabsturz“, das klassische Karussell des Schaustellers Schinnerer aus Uffenheim, 1921 gar einen italienischen Eis-Palast und 1936 den ersten Elektro-Scooter in Roth.

Sicher nur eine kleine Entschädigung für den mühsam ergatterten Platz am Biertisch auf dem Festplatz. Aber auch sicher ein nostalgisches Panorama für alle Rother Kirchweih-Fans.

Geöffnet von 7. bis 30. August, Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 und 17:00 Uhr.

 

 

 

Klaus Kohler – Kein Tag sei ohne Punkt und Strich

""

24. April bis 21. Juni 2020 - verschoben: Der neue Termin wird noch bekannt gegeben.

2018 verstarb der Grafiker und Maler Klaus Kohler hochbetagt in Herrnsberg bei Greding, wo er seit 1978 mit seiner Frau zurückgezogen lebte und ein eigenwilliges künstlerisches Werk schuf. Er hinterließ eine große Menge an Kunstwerken und künstlerisch verarbeiteter Zeugnisse seines Lebens. Ein Leben, das ihn nach dem Kriegseinsatz im 2. Weltkrieg an die Kunstakademie in Berlin führte. Nach Weggang aus der DDR zog es ihn über München nach London und schließlich in die Lehrerwohnung der ehemaligen Dorfschule von Herrnsberg bei Greding. Hier führte er mit seiner Frau ein eremitisches Dasein und arbeitete an einem bemerkenswerten künstlerischen Kosmos. Gespeist aus der Welt von Märchen und Sagen sowie aus der genauen Beobachtung seiner Umwelt entwickelte er eine abstrahierte Formensprache, die auf eigentümliche Art fasziniert. Die Ausstellung erlaubt einen Einblick in die Welt eines der wohl originellsten Künstler unserer Region.

 

 

 

Hasso von Henninges – Übermalungen

""

28. Juni bis 23. August 2020 - verschoben auf 2021

Der Nürnberger Künstler, einer der wichtigsten Vertreter der konkreten Kunst, präsentiert seine Übermalungen von verschiedenen Seiten der Süddeutschen Zeitung.

Einzelseiten der Süddeutschen Zeitung wurden mit jeweils sechs Farbstreifen übermalt, jeweils in verschiedener Abfolge. Rechnerisch können so 720 verschiedene Abfolgen entstehen. Das Durchscheinen der Gedruckten Zeitungsinhalte verleiht den Blättern eine individuelle lebendige Qualität. Ausgebreitet und aneinandergereiht bildet sich je nach räumlicher Umgebung ein Farbfeld, ein Farbenmeer, auf jeden Fall einen Farberlebnisraum auf verschiedensten Ebenen. Die Ausbreitung eines solchen Erfahrungsfeldes im Prunksaal von Schloss Ratibor verspricht ein künstlerisches Experiment von enormer Spannung.