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Autor: Guido Schmid

Objekt der Woche

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Botanisiertrommel für Kinder

Hilfsmittel für junge Naturforscher

Botanisiertrommeln nennt man Behältnisses zum Sammeln von Pflanzen oder Kleintieren. Meist sind sie als Blechröhren gestaltet, die verhindern sollen, dass die gesammelten Pflanzen gequetscht werden. Jetzt konnten sie in Herbarien aufbewahrt werden oder dienten als Vorlage für Zeichnungen.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts erschien die Systema naturae von Carl von Linné die erste große Systematik der Natur, als Grundlage für die Botanik und die Zoologie. In der Folge entstanden naturkundliche Sammlungen, die zumeist auch ein großes Herbarium beinhalteten. In den Herbarien wurden getrocknete und gepresste Pflanzen systematische in Mappen zum Naturstudium gesammelt.

Mit dem Aufkommen der Photographie nahm die Bedeutung der Herbarien zum Ende des 19. Jahrhunderts ab und die Botanisiertrommeln gerieten außer Gebrauch. Allerdings erlebten sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie unser Exemplar zeigt, eine kurze Blüte als Spielzeug. Sie waren kleiner als die Originale und meist mit verschiedenen Abbildungen verziert. In der Spielzeugform bedienten sie den kindlichen Drang nach dem Erforschen der Natur in einer Zeit, in der praktisch immer in der Natur gespielt wurde.

Artikel vom 29.07.2020