Ladenschild eines Rother Kolonialwarenhändlers: Stadt Roth

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Ladenschild eines Rother Kolonialwarenhändlers

Gemalte Reklame- und Handelsgeschichte

Mit dem zunehmenden Kolonialismus im 18. und 19. Jahrhundert veränderte sich auch das Warenangebot der Händler. In den Städten entstanden Kolonialwarenhandlungen, die überwiegend mit überseeischen Waren, wie Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Gewürze und Tee handelten.

Waren manche dieser Waren in den Jahrhunderten zuvor so schwierig zu beschaffen, dass sie, wie manche Gewürze, buchstäblich mit Gold aufgewogen wurden, konnten die  Handelsgesellschaften im 19. Jahrhundert den Markt mit großen Mengen bedienen. Neben den besseren Verkehrsbedingungen, waren es vor allem die von den europäischen Staaten angewandten brutalen Ausbeutungsmethoden, die das Angebot erhöhten.

In der Hauptstraße in Roth bestand in der Mitte des 19. Jahrhunderts die „Handlung von J. F. Zahn“, wie es auf unserem Ladenschild vermerkt ist. Ladengeschäfte im 19. Jahrhundert waren anders strukturiert, als wir es heute kennen. Zumeist wurden die Waren über einen Tresen im Ladenlokal verkauft oder direkt durch eine Fenster der Kundschaft auf der Straße gereicht.

So wird es auch bei J. F. Zahn gewesen sein. Das Ladenschild dürfte gleichzeitig als Fensterladen gedient  haben und die Fläche wurde für eine frühe Form der Reklame genutzt. Auf drei gemalten Regalbrettern wird das Angebot der Handlung ausgebreitet. Von Tabakwaren über Zuckerhüte bis hin zu Branntwein und Süßwaren reichte demnach das Angebot für diejenigen Rother, die es sich leisten konnten.

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