Anton Seitz: Der Gang zum Kranken: Stadt Roth

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Anton Seitz: Der Gang zum Kranken

Trauriger Anlass zur Winterzeit

Der Rother Maler und erste Ehrenbürger der Stadt, Anton Seitz (1829-1900), schuf dieses kleinformatige Genrebild (Öl/Leinwand, 23cm x 17cm) um das Jahr 1876. Seitz war bekannt für seine oftmals humorvollen Schilderungen, vor allem des ländlichen Lebens, die er mit großem Erfolg ausstellte und verkaufte.

Mit dem "Gang zum Kranken" verlässt er aber diese Sujets und schlägt einen ernsten Ton an. In einer winterlichen Landschaft sehen wir einen Mönch, der von einem Mädchen auf einem verschneiten Weg geführt wird. Offensichtlich wurde der Geistliche von dem Mädchen zu einem Krankenbesuch abgeholt. Die Erkrankung scheint schwerwiegend zu sein, sonst würde der Mönch sicher nicht den beschwerlichen Weg auf sich nehmen, um wahrscheinlich die Krankensalbung oder letzte Ölung zu spenden.

Die Entstehungszeit des Bildes fällt in eine besonders traurige Lebensphase der Familie Seitz. 1876 verstarb die Tochter Lilli mit nur sieben Jahren. Man kann vermuten, dass dieses Ereignis für die Wahl des Motivs eine Rolle gespielt hat. Darüber hinaus ist es auch sehr wahrscheinlich, dass das Mädchen auf dem Bild portraithafte Züge Lillis trägt. Seine Tochter war ein häufiges Modell für die Figuren in seinen Bildern. In vielen späteren Bildern taucht sie dann nur noch in einer Ansicht von hinten oder halb verdeckt auf, was sicher den Schmerz des Malers über den Verlust spiegelt.

Offensichtlich wurde die anrührende Stimmung des Bildes von vielen Betrachtern geschätzt, da schon 1877 eine Kunstfotografie des Bildes im Bruckmann Verlag erschien.    

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